Artikel

„Man muss nicht allein durch schwierige Prozesse gehen“

Ein Interview mit Lisa Aigner geführt von Susanne Billig veröffentlicht in der Ausgabe 2023/4 Verantwortung unter der Rubrik Schwerpunkt Verantwortung.
Buddhistische Zentren und Gemeinschaften haben die Verantwortung, sich in bestimmten Situationen professionelle Unterstützung zu holen. Das betont die Supervisorin Lisa Aigner im Interview.  Susanne Billig: Können Sie uns anfangs ein bisschen über sich persönlich erzählen?  Lisa Aigner: Gerne. Ich bin Münchnerin, von meiner Ausbildung her Sozialpädagogin, Sozialmanagerin und Supervisorin, arbeite Teilzeit in einem Jugendwohnheim und engagiere mich ehrenamtlich...

Editorial der Ausgabe 2023/3

Ein Beitrag von Susanne Billig veröffentlicht in der Ausgabe 2023/3 Umgang mit Sexualität unter der Rubrik Editorial.
schon seit etlichen Jahren frage ich mich, warum Menschen es mit dem, was sie seit dem 19. Jahrhundert so gekünstelt und medizinisch-technisch ihre „Sexualität“ nennen, eigentlich so schwer haben. Sexualität wird sprachlich und gedanklich abgetrennt und dann reglementiert, normiert, kanalisiert. Sie muss befreit werden, abgeschafft oder angeschafft, ist Gegenstand heftiger ideologischer Debatten und geradezu irrwitziger Überhöhungen und Verächtlichmachungen. Wenn ich mich hier in...

O Shakyamuni

Ein Beitrag von Shingon-Buddhismus veröffentlicht in der Ausgabe 2023/3 Umgang mit Sexualität unter der Rubrik Inspirationen.
O Shakyamuni, so wie der Raum jenseits aller Unterscheidungen ist,ohne Unterscheidung und ohne Nicht-Unterscheidung, so ist auchdie Weisheit der All-Weisheit jenseits aller Unterscheidung, ohneUnterscheidung und Nicht-Unterscheidung. O Shakyamuni, so wie alle Lebewesen von der großen Erde abhängen,so hängen auch Götter, Menschen und Dämonen von der Weisheit derAll-Weisheit ab. O Shakyamuni, so wie das Reich des Feuers alles Brennbare unablässigverbrennt, so verbrennt auch...

Ayya Khema

Ein Beitrag von Claudia Wildgruber veröffentlicht in der Ausgabe 2023/3 Umgang mit Sexualität unter der Rubrik Frauen im Buddhismus.
Eine große Mystikerin  Nach einem turbulenten Leben auf mehreren Kontinenten kehrte Ilse Kussel als buddhistische Nonne Ayya Khema nach Deutschland zurück und wies Menschen den Weg zu innerem Frieden. Zum 100. Geburtstag der buddhistischen Pionierin eine Würdigung von Claudia Wildgruber. Ayya Khema in der Meditationshalle Am 25. August 1923 wurde Ilse Kussel als Kind wohlhabender jüdischer Eltern geboren. 1939 musste sie als...

Brief eines Schülers an seine Lehrerin Ayya Khema

Ein Beitrag von Wilfried Reuter veröffentlicht in der Ausgabe 2023/3 Umgang mit Sexualität unter der Rubrik Frauen im Buddhismus.
Liebe Ayya Khema, am 25. August dieses Jahres gedenken wir mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit deines 100. Geburtstages. Nie werde ich unsere erste Begegnung im Buddha-Haus vergessen. Du betratst den Meditationsraum und wir alle standen dir zu Ehren auf. Als buddhistische Nonne in deiner braunen Robe, mit kurzgeschorenen weißen Haaren und von eher kleiner Gestalt nahmst du deinen Platz ein. Deinen Vortrag begannst du mit den Worten: „Das Herz kann einem aufgehen in dieser...

Ein Leben in der Praxis des Zen

Ein Beitrag von Felicitas von Aretin veröffentlicht in der Ausgabe 2023/3 Umgang mit Sexualität unter der Rubrik Frauen im Buddhismus.
In diesem Jahr wird Dagmar Doko Waskönig, die das buddhistische Leben in Deutschland seit vielen Jahren prägt, 80 Jahre alt. Die Zen-Lehrerin ist im interreligiösen Dialog engagiert, war lange Zeit Ratsmitglied der Deutschen Buddhistischen Union und ist Mitglied im Kuratorium der Brambosch-Schaelen-Stiftung, die sich die Förderung buddhistischer Nonnen und Nonnenprojekte zur Aufgabe gemacht hat. Eine Würdgung von Felicitas von Aretin. Foto: Andreas Reiner Alles ist an seinem Platz....

Miksang

Ein Beitrag von Hiltrud Enders veröffentlicht in der Ausgabe 2023/3 Umgang mit Sexualität unter der Rubrik Kunst und Achtsamkeit.
Alltagspoesie Das tibetische Wort Miksang heißt übersetzt „gereinigtes Auge“.In der kontemplativen Fotografie geht es darum, den Blick von Konzepten zu befreien. Hiltrud Enders, seit 2012 einzige Miksang-Trainerin in Deutschland, über die Poesie des Alltags. Foto: Hiltrud Enders Eine meiner ersten Erfahrungen nach den vielen Sehübungen meines ersten Miksang-Trainings war das intensive Erleben von far-bigem Licht auf der abendlichen, egennassen Fahrbahn. Ich saß im Auto und war...

Liebe, Zen und hohe Berge

Ein Beitrag von David Sumerauer veröffentlicht in der Ausgabe 2023/3 Umgang mit Sexualität unter der Rubrik Schwerpunkt Umgang mit Sexualität.
Viele westliche Praktizierende wollen zwar ernsthaft üben, aber sind nicht bereit, die Gelübde des Zölibats anzunehmen. Wie wollen wir als wachsende westliche Sangha damit umgehen, dass die sexuelle Anziehung, zumal in den meist gemischtgeschlechtlichen Orten der Praxis, eine große Rolle spielt? In seinem sehr persönlichen Beitrag möchte David Sumerauer darauf keine Antworten geben, aber zur Enttabuisierung beitragen.  Tassajara Zen Mountain Center Am Abend vor dem...

Vom Wert des Zölibats

Ein Beitrag von Ayya Phalanyani veröffentlicht in der Ausgabe 2023/3 Umgang mit Sexualität unter der Rubrik Schwerpunkt Umgang mit Sexualität.
Gehört Sex unbedingt zum Leben? Kann man darauf verzichten, ohne sich zu schaden, und ist solch ein Verzicht sinnvoll? Lässt sich sagen: Das Zölibat ist Buddhas Dhamma? Eine Betrachtung von Ayya Phalanyani. Buddhist monks from all over Burma, or Myanmar, take communal meals at their monastery, where they are schooled and by ritual habit leave their sandals in geometric pattern of lines and rows outside the dining hall, while dining at this temple near Mandalay, Das Wort Zölibat...

Editorial der Ausgabe 2023/2

Ein Beitrag von Susanne Billig veröffentlicht in der Ausgabe 2023/2 Buddhismus im Westen unter der Rubrik Editorial.
Ende der 1980er-Jahre begann meine Reise in die weite Welt des Buddhismus: staunend, lernend und aufsaugend, aber auch fragend, sortierend und kritisch.  Es hat allein Jahre gedauert, bis ich auch nur annähernd begreifen konnte, was an den Lehren und Gebräuchen der Gemeinschaft, der ich mich angeschlossen hatte, eher japanisch und eher buddhistisch war. Dazu musste ich ja zunächst einmal verstehen, was japanische Kultur, jenseits der Klischees, ausmacht. Gleichzeitig musste ich...
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