Artikel

Editorial der Ausgabe 2023/1

Ein Beitrag von Susanne Billig veröffentlicht in der Ausgabe 2023/1 Sprechen unter der Rubrik Editorial.
Liebe Leserinnen und Leser, Sprache, Sprechen – das führt mitten hinein in die Frage, was es heißt, ein Mensch zu sein. Zwar ist die anspruchsvolle Kommunikation nicht so ausschließlich dem Homo sapiens vorbehalten, wie dieser es in seiner Überheblichkeit gegenüber anderem Leben oft gern hätte. Pflanzen tauschen sich mit ausgeklügelten chemischen Botschaften aus, und so gut wie alle Tierarten kommunizieren miteinander, teils auf komplexe Weise und mit Formen echten Sprechens, also...

Warum … einer Arte-Dokumentation über Missbrauch die angestrebte Aufklärung nicht gelingt

Ein Beitrag von Werner Vogd veröffentlicht in der Ausgabe 2023/1 Sprechen unter der Rubrik Buddhismus und Gesellschaft.
Auch buddhistische Geistliche können schlimme Dinge tun. Die Sache lässt sich nicht mehr mit dem mitleidigen Fingerzeig auf andere abwenden: Nicht nur im Katholizismus und in der Reformpädagogik kann die seelische Führung von Menschen sehr hässliche Formen annehmen, sondern auch bei uns – in buddhistischen Gruppen. Foto: Malicki M. Beser auf unsplash Prominent platziert fand sich bei Arte im Herbst 2022 die Dokumentation „Buddhismus: Missbrauch im Namen der Erleuchtung“ von...

Auf dem Weg der Gewaltlosigkeit

Ein Beitrag von Werner Heidenreich veröffentlicht in der Ausgabe 2023/1 Sprechen unter der Rubrik Buddhismus und Gesellschaft.
Geht es um eine Antwort auf Krieg und Gewalt nimmt ahimsa, die gewaltlose Friedfertigkeit, in den buddhistischen Lehren eine zentrale Stellung ein. Sie folgt nicht allein ethischen Normen, sondern beruht auf einer geistigen Haltung, die aus dem Herzen erwächst und das gesamte Leben eines Menschen prägen sollte. Gedanken zu Krieg und Frieden von Werner Heidenreich. Wer absteht von Gewalt bei schwachen und bei starken Wesen, Nicht tötet und nicht töten lässt, den nenne einen...

Buddhas Weisungen für eine gewandte Sprache

Ein Beitrag von Shifu Shuman übersetzt von Shifu Simplicity veröffentlicht in der Ausgabe 2023/1 Sprechen unter der Rubrik Schwerpunkt Sprechen.
Worte, Sprache, Schrift sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Leider ist das oft verbunden mit leeren Debatten, Schmeicheleien und Täuschungen. Die Chan-Nonne Shifu Shuman über das Sprechen auf dem Weg zur Befreiung. Mögen alle Wesen, die Nahrung spenden und empfangen, mit Gesundheit, Kraft, einem langen Leben, Frieden und Redegewandtheit gesegnet sein. Dieses Gebet wird im chinesischen Buddhismus gewöhnlich vor einer Mahlzeit rezitiert. Seine fünf Segnungen finden sich...

Gewaltfreie Kommunikation – das Wunder der Verständigung

Ein Beitrag von Christoph Rei Ho Hatlapa veröffentlicht in der Ausgabe 2023/1 Sprechen unter der Rubriken Transformation, Schwerpunkt Sprechen.
Gerade wenn sie gebraucht wird – im Streit –, macht sich mitfühlende Kommunikation oft rar. Es kommt zu verbalen Angriffen, Vorwürfen und Verurteilungen. Sich für die Bedürfnisse anderer zu öffnen baut Brücken der Verständigung. Das sagt der Rechtsanwalt, Mediator und Zen-Lehrer Christoph Rei Ho Hatlapa. Was Sie als Nächstes sagen, wird Ihre Welt verändern. Marshall B. Rosenberg Es ist für mich ein Wunder, dass Menschen mit der Fähigkeit ausgestattet sind, sich durch...

Editorial der Ausgabe 2022/4

Ein Beitrag von Susanne Billig veröffentlicht in der Ausgabe 2022/4 Leben mit dem Tod unter der Rubrik Editorial.
„Leben mit dem Tod“ ist ein Thema, das zur DNA des Buddhismus gehört, schreibt Susanne Billig im Editorial der gleichnamigen neuen Ausgabe von BUDDHISMUS aktuell. Die Auseinandersetzung mit ständiger Veränderung, Vergänglichkeit, der eigenen Sterblichkeit – damit werden alle konfrontiert, die sich auf den buddhistischen Weg einlassen. Das Spektrum, das die Autorinnen und Autoren eröffnen, reicht von buddhistischer Sterbe- und Trauerbegleitung über den Umgang mit sterbenden...

Myanmar: Haft und Tod im Bürgerkrieg

Ein Beitrag von Susanne Billig veröffentlicht in der Ausgabe 2022/4 Leben mit dem Tod unter der Rubrik Buddhismus und Gesellschaft.
Im Juli dieses Jahres haben Myanmars Militärbehörden erstmals seit 1988 wieder Todesurteile vollstreckt. Vier Männer wurden hingerichtet. Mehr als hundert weitere Menschen halten ihr Todesurteil schon in Händen und müssen nun ebenfalls mit ihrer Hinrichtung rechnen. Phyo Zeya Thaw, Kyaw Min Yu Im Februar 2021 hat das Militär in Myanmar die demokratisch gewählte Regierung des Landes gestürzt. Seitdem sind laut Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen 2 000 Menschen...

Frühlingsblüten – Von Vertrauen, Glauben und Verletzlichkeit in Krisenzeiten

Ein Beitrag von Linda Myoki Lehrhaupt Roshi veröffentlicht in der Ausgabe 2022/4 Leben mit dem Tod unter der Rubrik Kunst und Kultur.
An meinem Schreibtisch sitzend sehe ich die Vase mit den Pflaumen- und Pfirsichzweigen. Sie steht auf meinem Altar vor einem großen Fenster mit Blick auf die Felder unseres Bauernhofs im Südwesten Frankreichs. Die Blüten an den Zweigen beginnen sich zu öffnen. Noch nie habe ich den Monat März hier verbracht und beobachten können, wie das Land aus dem Winter erwacht und der Frühling beginnt. Tag und Nacht singen die Vögel. Sie fliegen von Strauch zu Strauch und von Baum zu Baum;...

Aufbrechen im Bardo

Ein Beitrag von Pema Khandro Rinpoche übersetzt von Doris Wolter veröffentlicht in der Ausgabe 2022/4 Leben mit dem Tod unter der Rubrik Leben mit dem Tod.
Wenn wir Tod und Verlust erleben, wenn wir die Illusion der Kontrolle verlieren und besonders verletzlich und ungeschützt sind, können wir den Grund der Wirklichkeit erfahren, sagt Pema Khandro Rinpoche, Linienhalterin der Nyingma- und Kagyü-Traditionen des tibetischen Buddhismus, im ersten Teil ihres Essays über die Kostbarkeit des Loslassens. Ständig erleben wir Geburten und Tode. Den Tod geliebter Menschen empfinden wir wohl am intensivsten. In einer solchen Zeit erscheint uns...

Equally a coming Buddha – David Sumerauer zum 100. Geburtstag des Dichters Jack Kerouac

Ein Beitrag von David Sumerauer veröffentlicht in der Ausgabe 2022/4 Leben mit dem Tod unter der Rubrik Geschichte des Buddhismus.
Die USA in den 1950er- und 1960er-Jahren. Öde rasenbewehrte Vorstadtlandschaften, Fake-Familienidyllen – und dicht gefüllte Minibars, in denen aus jedwedem Anlass und zu ständig qualmenden Zigaretten starke Drinks gemixt werden, auch für die damaligen Buddhistinnen und Buddhisten. Jack Kerouac gehörte dazu, der am 12. März diesen Jahres 100 Jahre alt geworden wäre. Ein Essay von David Sumerauer über einen zwiespältigen Dharmavorfahren. © Illustration: Werner Steiner Die...
Frühere Artikel >