Artikel
Editorial der Ausgabe 2026/4
Liebe Leserinnen und Leser, die Arbeit an dem Schwerpunktthema „Übergänge“ hat mir einmal mehr klargemacht, dass es im Leben nichts, aber auch überhaupt nichts gibt, was nicht Übergang wäre. Wer mit der buddhistischen Philosophie vertraut ist, weiß das natürlich eigentlich. Alles fließt, alles ist dem Wandel, der Vergänglichkeit und dem Umbruch unterworfen. Kommen und Gehen, Geburt, Sterben, Tod und Geburt schließen – jedenfalls hier, jenseits des Erwachens, wo ich...Vertrauen braucht Verantwortung
Ein Interview mit Vorstand DBU, Tsunma Konchok Jinpa Chodron, Dirk Schwindling, Anandi Martin geführt von
Susanne Billig veröffentlicht in der 4-2026 Übergänge unter der Rubrik Einblicke in die DBU.
Teil I: Ethik, Prävention und der Umgang mit Grenzverletzungen
Im Gespräch mit der Deutschen Buddhistischen Union
Die Deutsche Buddhistische Union (DBU) hat ihre Arbeit im Bereich Ethik und Prävention in den vergangenen Jahren grundlegend weiterentwickelt. Wie geht sie heute mit Hinweisen auf Grenzverletzungen und missbräuchliches Verhalten um? Welche Verantwortung trägt ein buddhistischer Dachverband – und wo liegen die Grenzen seiner Möglichkeiten? Darüber sprechen...
„Wie kann ich anderen dienen?“ – Wie Filme Menschen und Kulturen verbinden können
Ein Interview mit Olga Delane geführt von
Susanne Billig veröffentlicht in der 4-2026 Übergänge unter der Rubrik Spiritualität im Film.
Premieren, Filmproduktionen und das Berliner Kulturleben prägten jahrelang Olga Delanes Alltag. Heute organisiert sie ein Festival für Filme aus unterschiedlichen spirituellen Traditionen – das Spandafilmfest. Im Gespräch erzählt sie, warum sie in Filmen eine besondere Kraft sieht, Menschen nachhaltig zu berühren.
Susanne Billig: Wie bist du dazu gekommen, dich mit spirituellen Filmen zu befassen?
Olga Delane: Mit Anfang dreißig hatte ich eigentlich alles erreicht, was...
Alles ist Bardo
Ein Beitrag von Geshe Sönam Namgyäl
veröffentlicht in der 4-2026 Übergänge unter der Rubrik Schwerpunkt Übergänge.
Bardo wird oft als Zustand zwischen Tod und Wiedergeburt verstanden. In einigen Traditionen des tibetischen Buddhismus bezeichnet der Begriff jedoch viel mehr: Unser ganzes Leben besteht aus Übergängen. Geshe Sönam Namgyäl über den bewussten Umgang mit Wachsein, Träumen und Meditation als Schlüssel zu einem glücklichen Leben – und Sterben.
Was hat es mit dem Begriff „Bardo“ auf sich? Mit Bar drückt man aus, dass man sich irgendwo zwischen zwei Punkten aufhält, weder am einen...
Prägungen – Wie sie unser Leben bestimmen und wie wir sie auflösen können
Ein Beitrag von Ayya Phalanyani
veröffentlicht in der 4-2026 Übergänge unter der Rubrik Schwerpunkt Übergänge.
Warum ein Beitrag über Prägungen in einem Schwerpunkt, der sich mit Übergängen befasst? Weil unreflektierte Prägungen es schwierig oder sogar unmöglich machen, erwünschte Übergänge zu erleben – zum Beispiel von einem rastlosen zu einem beruhigten Leben, von aggressiven zu freundlichen Emotionen und Verhaltensweisen, von geistiger Enge zur Befreiung. Ein Beitrag der Theravada-Nonne Ayya Phalanyani.
Alle Wesen erfahren Prägungen – durch ihre biologischen Anlagen, durch Eltern,...
Über den Tod hinaus – Wie der chinesische Buddhismus Verstorbene begleitet
Ein Beitrag von Shifu Simplicity
veröffentlicht in der 4-2026 Übergänge unter der Rubrik Schwerpunkt Übergänge.
Der Buddhismus hat in den Ländern Asiens über die Jahrhunderte unterschiedliche Rituale der Sterbebegleitung und des Gedenkens entwickelt. Wie geht der chinesische Mahayana-Buddhismus mit Sterbenden und Toten um? Das beschreibt die Nonne in chinesischer Tradition Shifu Simplicity.
Der chinesische Buddhismus basiert – wie alle buddhistischen Traditionen – auf der Lehre Buddhas. Ihr zufolge endet das Leben nicht mit dem Tod und es hat auch nicht mit der Geburt begonnen. Stattdessen...
Haushoch überlegen – oder fließender Übergang?
Ein Interview mit Christine Webb geführt von
Susanne Billig veröffentlicht in der 4-2026 Übergänge unter der Rubrik Schwerpunkt Übergänge.
Die promovierte Primatologin Christine Webb forscht an der Harvard University sowie an der New York University zum Sozialverhalten, der Kognition und den Emotionen nichtmenschlicher Primaten. In ihrem neuen Buch Der arrogante Affe verbindet sie Erkenntnisse aus der Primatologie, der Verhaltensbiologie und der Evolutionsforschung zu einer grundlegenden Kritik der Vorstellung, Menschen stünden jenseits der übrigen Natur. Im Gespräch erläutert sie, warum die Grenze zwischen Menschen und...
Editorial der Ausgabe 2026/3
Liebe Leserinnen und Leser, diese Zeitschrift alle drei Monate auf den Weg zu bringen, ist eine Menge Arbeit – und ein großes Geschenk. Täglich tief in buddhistische Themen und Texte einzutauchen, mich damit auseinanderzusetzen und sie mit meinem persönlichen Leben und meiner spirituellen Praxis in Berührung zu bringen, vertieft mein Verständnis und sorgt immer wieder für Aha-Momente: „Wie interessant, so habe ich das noch nie gesehen!“ Oder auch: „Diese Erkenntnis hatte ich...Brücken bauen für Verständigung und Zusammenarbeit
Ein Beitrag von Gabriela Frey
veröffentlicht in der 3-2026 Herzgeist unter der Rubrik Buddhismus in Europa.
Anfang März 2026 sprach Gabriela Frey auf einer internationalen Konferenz der UNESCO in Paris über die Rolle von Frauen in der Friedensförderung. Ihr Beitrag verbindet persönliche Erfahrungen aus dem Buddhismus mit jahrzehntelangem Engagement im interreligiösen Dialog auf europäischer Ebene und macht deutlich, warum echter Dialog heute dringlicher ist denn je.
Ich bin in einer protestantischen Familie in Hamburg aufgewachsen und wurde mit vierzehn Jahren praktizierende Buddhistin....
Die eigene Herzenspraxis entdecken
Ein Beitrag von Tilman Lhündrup Borghardt
veröffentlicht in der 3-2026 Herzgeist unter der Rubrik Schwerpunkt Herzgeist.
Was befreit uns wirklich? Lama Tilmann Lhündrup lädt dazu ein, den Blick – statt auf luftige Ideale – in das eigene Herz zu richten. Es geht um ein waches, offenes Gewahrsein, das auch Schmerz und Wildheit einschließt. Eine Annäherung an die buddhistische Lehre als lebendige, alltagsnahe Praxis.
Ekayana Retreathaus
Ein einfacher Dreisatz
Wenn wir nach dem Kern der buddhistischen Geistesschulung fragen, landen wir bei einem einfachen Dreisatz des Buddha:
Vermeide das...
Der Ort des Weges
Ein Beitrag von Raimund Hopf
veröffentlicht in der 3-2026 Herzgeist unter der Rubrik Schwerpunkt Herzgeist.
Ein genauer Blick in die frühen Lehrreden zeigt, wie vielschichtig dort zwischen verschiedenen Aspekten und Qualitäten des Geistes unterschieden wird. Hier fein wahrzunehmen, ist keine Theorie, sondern für die Praxis entscheidend. Raimund Hopf, langjähriger Meditationslehrer in der Theravada-Tradition, zeigt, warum der Weg nicht im Denken beginnt, sondern im Herzgeist.
In den Pali-Suttas, den frühen Lehrreden des Buddha, findet sich nicht nur eine Bezeichnung für „Geist“, sondern...
Die Verbindung von Herz, Geist und Hand
Ein Interview mit Pasada Klein, Christina Ingwald, Anna Karolina Brychcy geführt von
Susanne Billig veröffentlicht in der 3-2026 Herzgeist unter der Rubrik Schwerpunkt Herzgeist.
Vierzig Jahre gelebte Praxis im Waldhaus am Laacher See
Was heißt es, Herz, Geist und Hand als Einheit zu leben? Darüber konnten wir mit drei engagierten Frauen sprechen: Pasada Klein, Leiterin des Waldhauses am Laacher See mit dem Schwerpunkt Metta-Praxis, Christina Ingwald, Psychologin und Achtsamkeitstrainerin mit dem Schwerpunkt buddhistische Psychologie, und Anna Karolina Brychcy, Psychologin, systemische Beraterin und Meditationslehrerin zur praktischen Umsetzung der Lehre. Sie...


