Rubrik: Buddhismus Heute
Aufwachen in Plum Village
Ein Interview mit Lea Willer, Raúl Semmler geführt von
Susanne Billig veröffentlicht in der Ausgabe 2020/2 Diversity unter der Rubrik Buddhismus Heute.
Als sie 18 war, fragte Lea Willer den vietnamesischen Zen-Lehrer Thich Nhat Hanh bei einem Retreat in Berlin, ob sie auch nur für eine gewisse Zeit Nonne werden könne. Seine Antwort fiel überraschend anders aus als erwartet: in seiner Klostergemeinschaft Plum Village gebe es Vorbereitungskurse für das Heiraten. Seitdem hat sich einiges verändert und junge Menschen wissen das sehr zu schätzen. Lea Willer über neue Formen eines jungen, engagierten Buddhismus. Fotos: Mercia MoseleyWas macht...
Achtsamkeit, die in den Körper eintaucht
Ein Beitrag von Peter Doobinin
übersetzt von Petra Geist, Susanne Billig veröffentlicht in der Ausgabe 2020/1 Frauen unter der Rubrik Buddhismus Heute. (Leseprobe)
Wer die Meditation des Buddha praktiziert, wird ein „verkörpertes Bewusstsein“ entwickeln – ein Bewusstsein für den ganzen Körper. Das erläutert der Theravada-Lehrer Peter Doobinin, der in der thailändischen Waldklostertradition ausgebildet wurde. Die klassische buddhistische Achtsamkeitspraxis ist der Weg, um sich der inneren Landschaft des Körpers bewusst zu werden, einschließlich der mentalen Erfahrungen, die sich in körperlicher Form zeigen. Auf diese Weise lässt sich Leiden...
Nur Meditation?
Ein Beitrag von Lama Jampa Thaye
veröffentlicht in der Ausgabe 2019/4 Mut unter der Rubrik Buddhismus Heute.
Wenn Buddhismus auf Meditation reduziert wird, führt dies in eine spirituelle Sackgasse, argumentiert der britische Dharmalehrer Lama Jampa Thaye in seinem Beitrag.Einer der am längsten anhaltenden Trends auf dem spirituellen Markt ist der Kult um die Meditation. Das hat für den Buddhismus wichtige Implikationen. Weltliche Achtsamkeit hat einen Platz in der Gesellschaft gefunden, aber in einem etwas anderen kulturellen und spirituellen Raum ist ein neuer Buddhismus entstanden.Seine...
Der ökologische Fußabdruck des Buddha war sehr klein
Ein Beitrag von Dr. phil. Yuka Nakamura
veröffentlicht in der Ausgabe 2019/4 Mut unter der Rubrik Buddhismus Heute.
Wir leben in einer Zeit schwerwiegender Krisen, die uns persönlich und kollektiv herausfordern. Neben politischen und sozialen Umbrüchen ist es die ökologische Krise, die das Überleben der Menschheit auf weiten Teilen der Erde selbst bedroht, ein Szenario, das noch vor wenigen Generationen undenkbar gewesen wäre. Wie sollen und wie können wir als Dharmapraktizierende darauf antworten? Ein Beitrag von Yuka Nakamura.Wenn wir die ökologische Krise und ihre Ursachen tiefer verstehen und...
Visualisierung und die Magie der Wirklichkeit
Ein Beitrag von Heidi Köppl
veröffentlicht in der Ausgabe 2019/4 Mut unter der Rubrik Buddhismus Heute. (Leseprobe)
Wer mit der Vajrayana- Praxis des Visualisierens nicht vertraut ist, mag sich fragen: Warum die Meditation damit verbringen, Gottheiten und Paläste über die Alltagswelt zu stülpen? In ihrem Beitrag arbeitet Heidi Köppl heraus, dass auch die gewöhnliche Alltagswahrnehmung nichts anderes tut, als Illusionen zu erzeugen. Die Praxis des Visualisierens hilft, die Leerheit und den grenzenlosen Reichtum des gegenwärtigen Moments zu erfahrenAls Rechungpa, Schüler des berühmten tibetischen Yogi...
Liebe heißt sehen, dass auch der Meister fehlbar ist
Ein Interview mit Werner Vogd geführt von
Susanne Billig veröffentlicht in der Ausgabe 2019/3 jung & alt unter der Rubrik Buddhismus Heute. (Leseprobe)
Buddhistische Lehrerinnen und Lehrer brauchen zu ihrem eigenen Schutz eine starke Gemeinschaft, die sie immer wieder in ihre Schranken verweist, unterstreicht Professor Werner Vogd – ein Gespräch über heilsame und unheilsame Dynamiken der Lehrer-Schüler-Beziehung aus soziologischer Perspektive.BUDDHISMUS aktuell: Herr Professor Vogd, seit 2013 untersuchen Sie die spirituelle Entwicklung von Buddhistinnen und Buddhisten in sechs verschiedenen Gemeinschaften, die im Westen vertreten sind....
Die frühen Schriften – ein gemeinsames Erbe
Ein Beitrag von Ayya Vimalañani
veröffentlicht in der Ausgabe 2019/2 Freundschaft unter der Rubrik Buddhismus Heute. (Leseprobe)
Die Texte des frühen Buddhismus – etwa die Lehrreden des Buddha und die Hauptregelwerke der Mönche und Nonnen – gehören allen Schulen des Buddhismus gemeinsam. In ihrem Beitrag beschreibt Ayya Kathrin Vimalañani Bhikkhuni, wie sorgfältig dieses Erbe in mehreren Kulturkreisen bewahrt wurde, sodass sich erstaunliche Übereinstimmungen der alten Texte in Pali, Chinesisch, Sanskrit, Tibetisch und verschiedenen indischen Dialekten feststellen lassen. Auf diese Weise wurde die ursprüngliche...
Fragen an einen buddhistischen Mönch zum Thema Ethik
Ein Beitrag von Bhikshu Tenzin Peljor
veröffentlicht in der Ausgabe 2019/2 Freundschaft unter der Rubrik Buddhismus Heute.
Tenzin Peljor beschäftigt sich mit der Frage nach der Bedeutung von ethischem Verhalten für den Buddhismus. Ist Ethik im Buddhismus relativ oder absolut? Und wie kann es einem gelingen, sich im Alltag ethisch zu verhalten?Frage: Wie ist das mit der Ethik im Buddhismus? Ist sie wichtig – und wenn ja, warum?Tenzin Peljor: Das ist eine interessante Frage. Sie führt uns zurück an die Anfänge des Buddhismus. In der ersten Lehrrede des Buddha nach seinem Erwachen, dem...
Buddhismus zwischen Tradition und Gegenwart
Ein Beitrag von Ayshen Delemen, Drubwang Tsoknyi Rinpoche
veröffentlicht in der Ausgabe 2018/3 Lebendig unter der Rubrik Buddhismus Heute.
Die Inkulturation des Buddhismus im Westen ist komplex und wirft viele Fragen auf, die sowohl das Selbstverständnis des Buddhismus als auch westlicher Sichtweisen betrifft. Der Beitrag von Tsoknyi Rinpoche und Ayshen Delemen will zur Klärung beitragen.© Franck MichelUns Menschen wohnt ein natürliches spirituelles Zufluchtsbedürfnis inne. Ungeachtet der Hinwendung zu Vernunft und Naturwissenschaften hat die spirituelle Sehnsucht für den Menschen nicht an Bedeutung verloren. Auf seiner...
Rechtes Verständnis
Ein Beitrag von Bhikkhu Bodhi
veröffentlicht in der Ausgabe 2018/2 Freiheit unter der Rubrik Buddhismus Heute. (Leseprobe)
In Zeiten zunehmender sozialer Konflikte, Intoleranz und Verunsicherung erhalten die Lehren des Buddha zu sozialen, harmonischen Gesellschaftsformen eine neue Aktualität. Der buddhistische Mönch und Gelehrte Bhikkhu Bodhi beschreibt die Bedeutung von rechtem Verständnis oder rechter Anschauung als grundlegend für ein ethisches Verhalten und ein vertrauensvolles Miteinander.© Ursula BaatzDer Buddha lehrte, dass die „rechte Anschauung“ oder das rechte Verständnis Voraussetzung für den...