Meldungen

Schmerz der Verbundenheit, Schmerz des Unverbundenseins

1. Oktober 2021
Sich mit anderen Menschen und der Natur eng verwoben zu fühlen, erzeugt Freude und Geborgenheit, aber auch eine verlässliche Portion an Schmerz. Welche Einsichten, Haltungen und Übungen können im Umgang damit helfen? Ein Gespräch mit Isolde Schwarz, Lehrerin für Meditation, Taiji, Qigong und Achtsames Selbstmitgefühl. © Dietlind Zimmermann BUDDHISMUS aktuell: Beginnen wir einmal mit den positiven Seiten der Verbundenheit. Wie lassen sich die beschreiben? Isolde...

Achtsame und mitfühlende Verbundenheit

Verbundenheit ist das Anliegen, um das es dem Buddha ganz besonders geht. Seine Lehre und Praxis zielt vor allem darauf. Der Palibegriff dafür ist sambandha. Doch der ist merkwürdigerweise kaum bekannt und wird von buddhistischen Lehrerinnen und Lehrern fast nie benutzt. Aus Scheu vor seiner tiefen Bedeutung? Aus Unkenntnis oder Unverständnis? Möglicherweise ist der Begriff sambandha auch darum so wenig zu hören, weil er für das Ziel des Weges steht und das Ziel am Anfang zumeist...

Wo sollen wir eine Grenze ziehen? Was gehört in diesem Augenblick nicht dazu?

Tatsudo Nicole Baden Roshi über eine Weltsicht, die nichts mehr voneinander trennt. Für die Zen-Praxis ist es am besten, wenn wir bereit sind, eine tiefe Vertrautheit mit uns selbst und der Welt zu entwickeln. Obwohl wir Menschen wunderbare Potenziale haben, nützen große Ambitionen in der Zen-Praxis nichts. Die Meditation entfaltet ihre Kraft, wenn wir für alles, was auftaucht, offen sind. Wir leben unser Leben nicht planlos, aber von Augenblick zu Augenblick. Wir lassen uns...

Tiefenökologie – Arbeit, die wieder verbindet

Die gegenwärtige Krise ist eine der Entfremdung – der Menschen von sich selbst, voneinander und von der Natur. Joanna Macy, die inzwischen über neunzigjährige Begründerin der Tiefenökologie, nennt ihren Ansatz darum auch „Arbeit, die wieder verbindet“. Gabi Bott über Tiefenökologie als Lebenshaltung. Gabi Bott auf dem John Muir Trail, einem Fernwanderweg in Kalifornien „Ist es nicht wunderbar, in dieser Zeit zu leben? In dieser Zeit des großen Wandels, in der sich...

Worte des Buddha

1. Oktober 2013
Im Großen und Ganzen geht diese Welt von zweierlei aus: vom Sein und vom Nichtsein. Wer aber das Entstehen von Welt der Wirklichkeit gemäß und mit klarem Blick sieht, für den gibt es bezüglich der Welt kein Nichtsein. Und wer das Vergehen von Welt der Wirklichkeit gemäß und mit klarem Blick sieht, für den gibt es bezüglich der Welt kein Sein. Auf die Dinge zugehen, sie ergreifen, sich mit ihnen beschäftigen, an ihnen hängen – das ist im Grunde diese Welt. Wenn aber jemand...

Unsere Verbundenheit mit dem Schwein ist besonders eng

Das Konzept der Verbundenheit ist im buddhistischen Gedankengut zentral. Mitunter wird es bildhaft als „Indras Netz“ dargestellt. Jeder Knotenpunkt dieses Netzes, jedes Selbst, ist mit allen anderen verbunden und spiegelt alle anderen. Dabei handelt es sich nicht nur um miteinander verbundene Einzelteile, sondern jedes sogenannte Einzelteilchen besteht aus allen anderen sogenannten Einzelteilchen, ist aus ihnen zusammengesetzt, ist von ihnen bedingt und formt sie. Hier geht das Konzept der...