Vertrauen braucht Verantwortung

Ein Interview mit Vorstand DBU, Tsunma Konchok Jinpa Chodron, Dirk Schwindling, Anandi Martin geführt von Susanne Billig veröffentlicht in der 4-2026 Übergänge unter der Rubrik Einblicke in die DBU.

Teil I: Ethik, Prävention und der Umgang mit Grenzverletzungen 

Im Gespräch mit der Deutschen Buddhistischen Union 

Die Deutsche Buddhistische Union (DBU) hat ihre Arbeit im Bereich Ethik und Prävention in den vergangenen Jahren grundlegend weiterentwickelt. Wie geht sie heute mit Hinweisen auf Grenzverletzungen und missbräuchliches Verhalten um? Welche Verantwortung trägt ein buddhistischer Dachverband – und wo liegen die Grenzen seiner Möglichkeiten? Darüber sprechen die DBU-Vorstandsmitglieder Tsunma Konchok Jinpa Chodron, Dirk Schwindling und Anandi Martin im ersten Teil unseres zweiteiligen Interviews. In der kommenden Ausgabe werden sie erläutern, wie es zu Entscheidungen in der DBU kommt und welche Rolle Transparenz und demokratische Beteiligung dabei spielen.  

Buddhismus aktuell: Zum Einstieg eine persönliche Frage. Warum engagiert ihr euch ehrenamtlich im Vorstand der DBU? Was ist eure Motivation? 

Dirk Schwindling: Für mich ist die Beschäftigung mit dem Buddhismus zu einer großen persönlichen Bereicherung geworden. Ich habe erlebt, wie fruchtbar diese Lehre für meine eigene Entwicklung sein kann. Deshalb möchte ich etwas davon weitergeben. Gleichzeitig fasziniert mich die Vielfalt der buddhistischen Traditionen in Deutschland. Sie ist ein großer Reichtum, kann Menschen am Anfang ihres Weges aber auch Orientierung abverlangen. Ich finde es wichtig, dass die DBU diese Vielfalt sichtbar macht und Orientierung bietet. Dazu möchte ich mit meiner Arbeit beitragen. 

Tsunma Konchok Jinpa Chodron: Der Dharma hat mir Antworten auf Fragen gegeben, die ich auf einer spirituellen Ebene anderswo nicht gefunden hatte. Daraus entstand auch die Frage, wie ich mit dem Leid in der Welt umgehen kann – ein Weg, der mich schließlich ins Nonnenleben geführt hat. Ich habe das Gefühl, dass der Buddhismus unserer Gesellschaft viel zu geben hat. Deshalb ist es mir ein Herzensanliegen, möglichst vielen Menschen den Zugang zu dieser Lehre zu erleichtern. Die Vielfalt der buddhistischen Traditionen empfinde ich nicht als Konkurrenz, sondern als etwas Freudvolles. Dass wir uns in der DBU begegnen und voneinander lernen können, gehört für mich zu meiner eigenen Praxis. Den Buddhismus im Westen weiter zu verwurzeln, ist immer noch Pionierarbeit, zu der ich gerne meinen Beitrag leiste. 

Anandi Martin: Mich bewegt darüber hinaus noch ein weiterer Gedanke: Die Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg den Buddhismus in Deutschland aufgebaut haben, haben damit echte Pionierarbeit geleistet – auch mit der Gründung der Deutschen Buddhistischen Gemeinschaft 1955, der Vorläuferorganisation der heutigen DBU. Das berührt mich sehr. Ich möchte dieses heilsame Wirken weitertragen und dazu beitragen, dass dieses Erbe auch für kommende Generationen lebendig bleibt. 

Buddhismus steht für Mitgefühl und Weisheit. Warum ist es der DBU trotzdem wichtig, auch über Machtmissbrauch und Grenzverletzungen offen zu sprechen? 

Tsunma Konchok Jinpa Chodron ist buddhistische Nonne der Drikung-Kagyü-Tradition. Sie engagiert sich im interreligiösen Dialog, im Vorstand der Deutschen Buddhistischen Ordensgemeinschaft und ist Vorsitzende der DBU.  

Tsunma Konchok Jinpa Chodron: Wir waren lange in der angenehmen Situation, dass viele Menschen den Buddhismus idealisiert haben. Aber auch eine positive Projektion ist letztlich nicht heilsam, weil sie die Wirklichkeit ausblendet. Buddhistische Gemeinschaften bestehen aus Menschen – und Menschen sind nicht frei von Gier, Hass und Verblendung. Gerade deshalb gehört es zu einer ehrlichen Praxis, auch das anzuschauen, was misslingt. 

Dirk Schwindling: Der Grund ist ganz einfach: Machtmissbrauch erzeugt Leid. Aus buddhistischer Sicht sollten wir alles tun, um Leid zu vermeiden oder wenigstens zu vermindern. Deshalb wollen wir als Dachverband Ansprechpartner für Menschen sein, die Grenzverletzungen oder Machtmissbrauch erlebt haben. 

Anandi Martin: Überall, wo Menschen zusammenkommen, kann Macht missbraucht werden – auch in buddhistischen Gemeinschaften. Entscheidend ist deshalb nicht, ob wir solche Entwicklungen vollständig verhindern können, sondern wie wir ihnen begegnen. Mitgefühl bedeutet für mich auch, Leid wahrzunehmen und nicht davor die Augen zu verschließen. Wenn Menschen verletzt werden, sollten wir gemeinsam nach den Ursachen fragen und überlegen, wie sich solche Erfahrungen künftig verhindern lassen. Das gehört für mich zu einer verantwortungsvollen buddhistischen Praxis. 

Warum fällt es uns heute leichter, auch im Buddhismus über Machtmissbrauch und Grenzverletzungen zu sprechen? 

Anandi Martin: Das hat viel mit gesellschaftlichen Entwicklungen zu tun, denke ich. In den vergangenen Jahren ist das Bewusstsein für Machtmissbrauch und Grenzverletzungen insgesamt gewachsen. Diese Fragen machen auch vor buddhistischen Gemeinschaften nicht halt. Wenn wir Teil dieser Gesellschaft sind, müssen wir uns ihnen genauso stellen wie alle anderen auch. 

Dirk Schwindling: Das hat auch mit der Entwicklung der DBU selbst zu tun. In den ersten Jahren ging es vor allem darum, den Buddhismus in Deutschland sichtbar zu machen, den Verband aufzubauen und den Dialog zwischen den Traditionen zu fördern. Inzwischen ist genug Vertrauen gewachsen, dass wir uns auch schwierigen Themen zuwenden können. Für mich ist das kein Zeichen einer Krise, sondern unserer Reife als Gemeinschaft. 

Tsunma Konchok Jinpa Chodron: Gemeinschaften gewinnen nicht an Stärke, indem sie Probleme verschweigen, sondern indem sie bereit sind, hinzuschauen und daraus zu lernen. 

Die DBU ist ein Dachverband und ein Sangha-Netzwerk. Was kann sie im Umgang mit Machtmissbrauch oder problematischen Abhängigkeiten leisten – und wo liegen ihre Grenzen? 

Dirk Schwindling: Wir können Orientierung geben – gerade für Menschen, die sich im Buddhismus erst zurechtfinden müssen. Als Dachverband können wir Erfahrungen aus unterschiedlichen Gemeinschaften zusammenführen, gute Beispiele sichtbar machen und deutlich machen: Wer Grenzverletzungen oder Machtmissbrauch erlebt, findet in der DBU Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Unsere Aufgabe ist nicht, einzelnen Gemeinschaften vorzuschreiben, wie sie handeln müssen. Es geht uns nicht um Kontrolle, sondern darum, Gemeinschaften darin zu stärken, Verantwortung aus eigener Einsicht wahrzunehmen. 

Anandi Martin: Mir ist wichtig, dass wir uns da nichts vormachen: Die DBU ist keine staatliche Institution. Sie hat keine Ermittlungs-, Strafverfolgungs- oder Aufsichtsbefugnisse. Sie ist auch keine therapeutische Einrichtung. Das heißt: Die Verantwortung liegt zunächst bei den einzelnen Gemeinschaften. Wir können aber Orientierung geben, Betroffenen Anlaufstellen anbieten und Gemeinschaften dabei unterstützen, voneinander zu lernen und gute Lösungen zu entwickeln. 

Tsunma Konchok Jinpa Chodron: Für mich gehört dazu vor allem Aufklärung. Viele problematische Entwicklungen entstehen nicht aus bösem Willen, sondern weil Menschen Warnzeichen nicht erkennen oder Abhängigkeiten mit spiritueller Praxis verwechseln. Wenn wir darüber sprechen und Wissen vermitteln, können wir oft schon früh etwas verändern. Deshalb lässt sich durch Aufklärung häufig mehr erreichen als durch Sanktionen. 

Gehen wir die Ethikarbeit der DBU Schritt für Schritt durch. Ein wichtiger Baustein ist die freiwillige ethische Selbstverpflichtung. Warum setzt die DBU bewusst auf Freiwilligkeit? 

Dirk Schwindling lebt in Frankfurt am Main und praktiziert im Tibethaus Frankfurt in der Gelug-Tradition des tibetischen Buddhismus. Er ist Schatzmeister und Vorstandsmitglied der DBU. 

Dirk Schwindling: Gerade weil Ethik sich nicht verordnen lässt. Eine Selbstverpflichtung wirkt nur, wenn Menschen und Gemeinschaften sich bewusst mit ihr auseinandersetzen und sie aus eigener Überzeugung tragen. Sie soll Orientierung geben und Gespräche anstoßen – nicht bloß unterschrieben werden. 

Anandi Martin: Die Selbstverpflichtung ist für mich deshalb kein Kontrollinstrument, sondern eine Einladung, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Wer sie unterzeichnet, macht deutlich: Ethische Fragen gehören zu unserer Gemeinschaft dazu und Grenzverletzungen sollen nicht tabuisiert werden. 

Tsunma Konchok Jinpa Chodron: Ich wünsche mir, dass die Selbstverpflichtung vor allem eine Kultur der Achtsamkeit stärkt. Menschen sollen ermutigt werden, aufmerksam hinzuschauen, Fragen zu stellen und auch schwierige Themen anzusprechen. Denn Prävention beginnt lange, bevor es zu einem konkreten Vorfall kommt. 

Ein weiterer Baustein sind die Vertrauenspersonen der DBU. Warum ist es euch wichtig, dass es solche Ansprechpersonen gibt? 

Tsunma Konchok Jinpa Chodron: Ich finde, als Anfang ist schon viel gewonnen, wenn wir einfach hinhören und nicht wegschauen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber oft nicht. Viele Menschen brauchen zunächst jemanden, der ihnen aufmerksam zuhört, ohne sofort zu urteilen oder Lösungen vorzugeben. Dadurch entsteht oft etwas, was vorher gefehlt hat: das Gefühl, mit einer belastenden Erfahrung nicht allein zu sein.  

Anandi Martin: Die Vertrauenspersonen informieren darüber, welche Möglichkeiten es gibt, und überlegen gemeinsam mit den Betroffenen, welche nächsten Schritte sinnvoll sein könnten. Dabei bestimmen die Betroffenen immer selbst, was sie tun – niemand entscheidet an ihrer Stelle. Uns war außerdem wichtig, dass auch die Vertrauenspersonen selbst nicht allein gelassen werden. Ihre Arbeit ist herausfordernd, was leider oft nicht wahrgenommen oder wertgeschätzt wird. Deshalb ist es wichtig, dass sie sich austauschen und auch Unterstützung durch Supervision erhalten. Das gehört für mich ebenfalls zu einem verantwortungsvollen Umgang. 

Dirk Schwindling: Für mich sind die Vertrauenspersonen deshalb ein ganz wichtiger Teil der Prävention. Sie machen deutlich: Es gibt Menschen, an die ich mich wenden kann. Niemand muss mit solchen Erfahrungen allein bleiben. Manchmal braucht es zunächst Orientierung, manchmal Informationen oder Kontakte zu weiteren Hilfsangeboten. Auch das gehört zu unserer Verantwortung als Dachverband. 

Was kann ich erwarten, wenn ich mich an eine Vertrauensperson der DBU wende? 

Tsunma Konchok Jinpa Chodron: Das Wichtigste ist zunächst, dass jemand da ist, der zuhört. Viele Menschen erleben zum ersten Mal, dass sie ihre Geschichte erzählen können, ohne bewertet oder unter Druck gesetzt zu werden. Sie brauchen einen geschützten Raum, um ihre Erfahrungen zu sortieren. Erst danach lässt sich gemeinsam überlegen, ob weitere Schritte sinnvoll sind und, wenn ja, welche. Manchmal genügt dieses Gespräch bereits. Manchmal entsteht daraus der Wunsch, weitere Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Genauso wichtig ist mir aber, zu sagen, was die Vertrauensperson nicht leistet: Sie ersetzt weder eine Therapie noch eine anwaltliche Beratung und entscheidet auch nichts anstelle der betroffenen Person. Alles geschieht vertraulich und in deren Tempo. 

Dirk Schwindling: Mir ist wichtig, dass Betroffene ihren Weg jederzeit selbst bestimmen. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, ihnen Entscheidungen abzunehmen, sondern sie dabei zu unterstützen, gut informiert entscheiden zu können. Wir vermitteln bei Bedarf Kontakte und begleiten den Prozess im Rahmen unserer Möglichkeiten. 

Anandi Martin: Und wenn sich im Verlauf eines solchen Gesprächs zeigt, dass auch die DBU selbst tätig werden sollte, gibt es dafür inzwischen die Kommission der DBU. 

Du sprichst über die neu eingerichtete „Kommission für Hinweise auf Grenzverletzungen und missbräuchliches Verhalten im buddhistischen Kontext“. Welche Aufgaben nimmt sie wahr? 

Anandi Martin: Die Kommission versteht sich als unabhängiges Gremium. Sie wird für jeden Fall neu zusammengesetzt. Je nach Situation gehören ihr Mitglieder der Ethik-AG, eine Vertrauensperson der DBU, Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen DBU-Gremien und externe Fachpersonen an. 

Tsunma Konchok Jinpa Chodron: Menschen, die sich mit einem Hinweis an die DBU wenden, sollen darauf vertrauen können, dass ihr Anliegen sorgfältig, fair und vertraulich behandelt wird. Die Kommission hört die Beteiligten an, versucht die Situation möglichst umfassend zu verstehen und entwickelt Empfehlungen für das weitere Vorgehen. 

Dirk Schwindling: Die Kommission steht dafür, dass die DBU Hinweise auf Grenzverletzungen ernst nimmt und nachvollziehbare Verfahren schafft. Wichtig ist mir: Sie ist keine Gerichtsinstanz, spricht keine Sanktionen aus und ersetzt keine staatlichen Verfahren. Ihre Aufgabe ist es, Hinweise sorgfältig zu prüfen und die zuständigen Gremien bei ihrer Entscheidung zu unterstützen. 

Worauf kommt es beim Thema Prävention besonders an? 

Tsunma Konchok Jinpa Chodron: Für mich beginnt Prävention mit Aufklärung. Sie richtet sich zum einen an Menschen, die eine buddhistische Gemeinschaft suchen und wissen möchten, worauf sie achten können. Mindestens genauso wichtig ist sie aber für die Gemeinschaften selbst. Sie können sich immer wieder fragen: Sind die Aufgaben auf genügend Schultern verteilt? Oder sammelt sich zu viel Verantwortung bei einzelnen Personen? Solche Fragen frühzeitig zu stellen, ist keine Kritik, sondern Fürsorge für eine Gemeinschaft. Missbrauch hat oft auch mit Strukturen zu tun, deshalb ist es wichtig zu schauen, welche Strukturen heilsam und welche unheilsam sind. 

Dirk Schwindling: Prävention bedeutet für mich nicht, grundsätzlich misstrauisch zu werden. Es geht vielmehr darum, eine Kultur zu fördern, in der Menschen Fragen stellen dürfen und unterschiedliche Wahrnehmungen ausgesprochen werden können. Wo Entscheidungen transparent sind und Mitsprache selbstverständlich ist, sinkt auch das Risiko problematischer Abhängigkeiten. Offenheit ist deshalb für mich eine der wichtigsten Formen der Prävention. 

Anandi Peggy Martin ist Delegierte des Maitreya Mandala Deutschland in der DBU sowie stellvertretende Vorsitzende des Dachverbands

Anandi Martin: Wir können die Gemeinschaften vor allem darin unterstützen, voneinander zu lernen. Viele Fragen tauchen an ganz unterschiedlichen Orten auf und oft haben andere ähnliche Erfahrungen bereits gemacht. Es wäre schade, wenn jede Gemeinschaft immer wieder von vorne anfangen müsste. Genau deshalb finde ich den Austausch innerhalb der DBU so wertvoll. Gemeinsam fällt es oft leichter, gute Lösungen zu finden. 

Wenn wir uns in zehn Jahren wieder zusammensetzen: Woran würdet ihr erkennen, dass die Arbeit der DBU im Bereich Ethik erfolgreich war? 

Tsunma Konchok Jinpa Chodron: Wir werden immer in einem Spannungsfeld zwischen Ideal und Wirklichkeit leben. Vollkommen konfliktfreie Gemeinschaften wird es nie geben und auch ethische Fragen werden nie endgültig gelöst sein. Entscheidend ist für mich deshalb nicht, irgendwann am Ziel zu sein. Ich wünsche mir vielmehr, dass wir den Mut behalten, uns diesem Ideal immer wieder neu anzunähern und offen zu bleiben für das, was wir noch lernen können. Und ich hoffe, dass wir den Blick künftig noch stärker auf die Gemeinschaften richten – nicht erst dann, wenn etwas schiefgegangen ist, sondern schon vorher. Wenn wir Gemeinschaften dabei begleiten können, heilsame Strukturen zu entwickeln, Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen und schwierige Entwicklungen früh wahrzunehmen, dann wäre das für mich ein großer Schritt. 

Anandi Martin: Ich wünsche mir, dass ethische Fragen irgendwann genauso selbstverständlich zum Leben einer buddhistischen Gemeinschaft gehören wie die gemeinsame Praxis. Dass man nicht erst darüber spricht, wenn bereits etwas passiert ist, sondern ganz selbstverständlich miteinander im Gespräch bleibt. Wenn wir eine Kultur fördern können, in der Offenheit, gegenseitige Verantwortung und Eigenverantwortung wachsen, dann haben wir viel erreicht. 

Dirk Schwindling: Ich wünsche mir, dass Menschen die DBU als verlässliche Partnerin erleben. Dass sie wissen: Dort wird zugehört. Dort finden sie Orientierung. Und dort treffen sie auf Menschen, die sie ernst nehmen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen. Wenn dadurch Vertrauen wachsen kann und buddhistische Gemeinschaften gute Bedingungen für ihre Mitglieder schaffen, dann erfüllt die DBU aus meiner Sicht eine ihrer wichtigsten Aufgaben. 

Das Interview führte Susanne Billig. In der kommenden Ausgabe folgt Teil II: Demokratie, Entscheidungswege und Verantwortung im Dachverband. 

Weitere Informationen 

Ausführliche Informationen zur Ethikarbeit der DBU: buddhismus-deutschland.de/ethikarbeit-dbu 

Tsunma Konchok Jinpa Chodron

ist in der tibetischen Drikung-Kagyü-Tradition ordiniert, im Vorstand der Deutschen Buddhistischen Ordensgemeinschaft und Vorsitzende des Vereins Gelebter Dialog im alten Kloster, der sich für den interreligiösen Dialog engagiert. Sie unterstützt das internationale buddhistische Frauennetzwerk Sakyadhita.

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