„Elysium.Digital“ – eine neue Plattform über Leben und Sterben

13.09.2016 / Die neue Internet-Plattform „Elysium.Digital“ befasst sich mit einem breiten Themenspektrum rund um Fragen des Lebens, Sterbens, Werdens und Vergehens. Verantwortlich dafür zeichnen der Internet-Unternehmer Michael Ziegert, der bereits eine ganze Reihe von Online-Startups gegründet hat, darunter die Familien-Community urbia und den Online-Fotoservice Pixum, und die langjährige, bekannte Hospiz-Aktivistin Lisa Freund.

 

Die neue Plattform möchte sich – interkonfessionell und weltanschaulich unabhängig – bewusst in die abendländische Tradition einordnen und stellt sich in die Tradition der Aufklärung. „Demokratische Werte, wissenschaftliche Erkenntnisse, humanistisches Denken und Handeln und soziales Engagement auf der Basis einer fundierten Ethik, das schätzen wir“, unterstreichen Gründerin und Gründer des Portals.

Entsprechend reich und vielfältig sind die Themen, die die neue Plattform – in einem angenehm aufgeräumten und klaren Design – anschneidet. Da geht es um nachhaltiges Wirtschaften ebenso wie um Gewaltfreiheit, Frieden in der Welt und die Förderung gemeinschaftlichen Denkens und Handelns. Monatlich präsentiert das Portal wechselnde Themen-Schwerpunkte. Im Oktober 2016 geht es beispielsweise um „Pioniere der Hospizbewegung“. Zu lesen gibt es unter anderem ein Interview mit Dame Cicely Saunders. Die Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin spricht nicht nur von ihrer eigenen Hoffnung, nach ihrem Tod in einem himmlischen Chor singen zu dürfen, sondern gibt auch handfeste Ratschläge: „Hören Sie auf Ihre Patienten – sie werden Ihnen sagen, was sie brauchen.“ Weitere Schwerpunktthemen in 2016 und 2017 lauten „Vom Tod bis zum Begräbnis“, „Humor und Sterben“ oder „Kinder und Tod“.

 

„Wir versuchen Antworten zu geben – aber noch mehr suchen wir die offenen Fragen“, beschreibt Michael Ziegert das Credo von „Elysium.Digital“.

 

Glücklicherweise gebe es heute schon viele Menschen, die sich um wichtige praktische Angelegenheiten kümmern, die beim Sterben und Tod eines Menschen eine Rolle spielen, beispielsweise um finanzielle Fragen oder um Details einer Bestattung. Das neue Portal möchte allerdings vorrangig ethische Fragen aufwerfen. Lisa Freund beschreibt es so: „Wir wollen dazu ermutigen, mehr miteinander und füreinander da zu sein, raus aus der Anonymität zu gehen, wieder Freude an der Mitmenschlichkeit zu haben, nicht alles den Profis zu überlassen.“

(Abb: © Ben Grey)

 

„Hören Sie auf Ihre Patienten – sie werden Ihnen sagen, was sie brauchen.“

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