Bodensee-Pilgerung für den Frieden

30.04.2018 / Vom 12. bis 26. Mai 2018 findet ein „Pilgerweg für den Frieden“ rund um den Bodensee statt – initiiert von einer buddhistischen Nonne. Eingeladen sind Menschen aller Religionen und Weltanschauungen. Den Abschluss bildet ein buddhistisches Vesakh-Fest.

Bodensee | © Martin Fisch, CC

Seinen Anfang nimmt der Pilgerweg in Radolfzell mit einem Friedensgebet am See. Über Wahlwies bei Stockach und Überlingen erstreckt sich der Weg anschließend über verschiedene Stationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Am 26. Mai 2018 findet an der Konzertmuschel in Radolfzell erstmals ein internationales buddhistisches Vesakh-Fest statt. Dieses Fest bildet den offiziellen Abschluss des Bodensee-Pilgerweges.

Die Idee dieses Pilgerwanderwegs stammt von Tsunma Konchok Jinpa Chodron, zur Zeit tätig im Weltkloster in Radolfzell. Sie ist buddhistische Nonne aus der Drikung Kagyu Linie des tibetischen Buddhismus und Ehrenmitglied des Maitreya Mandala in Überlingen. Während der Umrundung des Sees wird an verschiedenen Stationen ein Pilgerstab weitergereicht und kommt nach rund zwei Wochen wieder in Radolfzell an. „Auch wenn für einen Wegabschnitt die Verantwortung für den Pilgerstab jeweils nur bei einer Person liegt, so steht der Pilgerstab doch für alle teilnehmenden Menschen“, erklärt das Organisationsteam. Es lädt alle Menschen herzlich ein mitzupilgern.

Je nach Wunsch und eigenen Möglichkeiten kann man den gesamten Weg mitpilgern oder auch nur einzelne Strecken von Ort zu Ort. Übernachtungen müssen selbst organisiert werden – dankbar sind die Organisatorinnen und Organisatoren für Übernachtungsangebote.

Kleine Feste unterwegs


Jede Person, die sich bereit erklärt, den Pilgerstab ein Stück des Weges zu tragen, kann die Strecke selbst bestimmen. Auf einer Karte auf der Webseite der Pilgerwanderung (siehe unten) sind alle Orte markiert, an denen während des Pilgerweges für den Frieden der Pilgerstab weitergereicht wird. Auch die gesamte Strecke ist zu sehen, damit jede/r weiß, wo sie oder er dazukommen kann. An den einzelnen Stationen können kleine Feste oder Events organisiert werden, um den Pilgerstab zu empfangen oder zu verabschieden.

Auch ein Symbol gibt es, erklärt das Organisationsteam: „Was für den Jakobsweg-Pilger die Muschel ist, ist für den Pilgerweg für den Frieden der Kranich. Auch wenn der Kranich als Zugvogel am Bodensee eher ein seltener Gast ist, haben diese schönen Vögel als Friedenssymbol desto mehr eine starke Aussagekraft.“ Deswegen sind alle Mitpilgernden eingeladen, alleine oder in ihren Gemeinschaften Kraniche zu falten, damit sich der Wunsch nach Frieden erfüllen möge. „Die Kraniche können auf der Pilgerwanderung mitgenommen und verteilt werden, so dass sie ihren Weg hinaus in die Welt finden – um Hoffnung, Heilung und Frieden zu bringen.“ Eine Faltanleitung für Papierkraniche ist ebenfalls auf der Webseite zu finden.

 

Weitere Informationen

Bodensee | © vladislav@munich, CC