Martin Bauschke

In den Spuren Buddhas und Gandhis

Friedensengagierte Buddhisten und Hindus

In seinem neuen Buch macht sich der Religionswissenschaftler und evangelische Theologe Martin Bauschke auf die Suche nach dem friedensschaffenden Potenzial von Buddhismus und Hinduismus – in Asien, aber auch in Europa und den USA. Bereits ein Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt, wie gründlich und umfassend der Autor sein Buch angelegt hat. Allein im ersten Teil, der sich dem Buddhismus widmet, untersucht er acht Länder: Sri Lanka, Vietnam, Thailand, Kambodscha, Japan, Tibet, Myanmar und als westliches Beispiel auch die USA. Innerhalb der Länder greift er herausragende friedensengagierte Persönlichkeiten heraus, schildert die soziale Situation, in der sie handelten und handeln, folgt ihren biografischen Spuren und arbeitet vor allem ihre weltanschaulichen und spirituellen Grundlagen heraus – so detailreich, dass auch belesene Buddhistinnen und Buddhisten hier noch einiges lernen können, selbst über so bekannte Friedensaktivistinnen und -aktivisten wie Thich Nhat Hanh, Maha Ghosananda oder Joan Halifax. Gleichzeitig lesen sich diese Porträts überaus lebendig und frisch – deutlich spürt man die große Wertschätzung des Autors und sein weltanschauliches Verständnis, etwa für das buddhistische Kernanliegen, den inneren Frieden als Voraussetzung eines äußeren Friedens zu kultivieren und vor jedes Handeln in der Welt und parallel dazu die Auseinandersetzung mit den eigenen Schatten und Friedensmöglichkeiten zu setzen. Besonders erfreulich: Das Buch nimmt den großen Anteil, den Frauen in Friedensbewegungen leisten, bewusst immer wieder in den Blick – auch da, wo in der öffentlichen Rezeption vorwiegend bekannte Männer im Vordergrund stehen. Wir freuen uns, in der nächsten Ausgabe von BUDDHISMUS aktuell ausführlich mit Martin Bauschke über sein Buch zu sprechen.

Susanne Billig

Paperback, 266 Seiten