Auf dieser Seite bieten wir einen Überblick über wichtige Debatten und Diskussionen. Weil wir wegen der vielen aktuellen Debattenthemen die Inhalte derzeit neu anordnen, um Klarheit zu schaffen, kann es sein, dass zeitweise die Leser/innen-Kommentare den Texten nicht mehr zugeordnet werden können und nicht lesbar sind. Das ist keine schlechte Absicht oder Zensur. Wir werden das so bald wie möglich beheben und bitten um etwas Geduld, vielen Dank.

 

Sogyal Rinpoche: Fehlverhalten oder Vajrayana?

Sogyal Rinpoche ist der Gründer der buddhistischen Gemeinschaft Rigpa, die inzwischen in zahlreichen Ländern weltweit vertreten ist und sich in vielen Projekten engagiert. In einem Brief vom 14. Juli 2017 haben acht gegenwärtige und ehemalige Schülerinnen und Schüler – viele davon langjährig und in hohen Verantwortungspositionen bei Rigpa aktiv – ihrem buddhistischen Lama und Lehrer umfängliches missbräuchliches Verhalten vorgeworfen. Seitdem findet eine Debatte um wichtige Fragen statt: Wo beginnt missbräuchliches Verhalten von buddhistischen Lehrerinnen und Lehrern? Wie steht es um ethische Achtsamkeit in buddhistischen Gemeinschaften? Wie sieht das besondere Lehrer-Schüler-Verhältnis im Vajrayana-Buddhismus aus und lässt es sich mit säkularen Maßstäben messen?

DEBATTE SOGYAL RINPOCHE: Stand der Diskussionen – eine Dokumentation

Sogyal Rinpoche | © Olivier Riché

Jahrelang übersehen? Buddhistischer Amtsträger begeht Kindesmissbrauch

Der Zen-Priester Genpo D., der langjährig hohe Ämter in buddhistischen Dachorganisationen innehatte, wurde am 11. Juli 2017 wegen Kindesmissbrauchs zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und neun Monaten verurteilt. Der ehemalige Leiter eines Zen-Tempels in Dinkelscherben im Kreis Augsburg hatte bereits zu Beginn des Prozesses vor der Jugendkammer des Augsburger Landgerichts gestanden, sieben Jungen im Alter von 4 bis 13 Jahren sexuell missbraucht zu haben. Laut Zeitungsberichten vom 19. Juli 2017 ist ein Revisionsantrag des Verteidigers von Genpo D. bei Gericht eingegangen. Sollte er diesen nicht wieder zurückziehen, müsste der Bundesgerichtshof das Urteil überprüfen. Den Opfern wird die Verarbeitung der Geschehnisse damit erneut erschwert.

DEBATTE GENPO D.: Sexueller Kindesmissbrauch eines buddhistischen Amtsträgers

Symbolbild © Marco Nedermeijer

 

 

 

 

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